Okavango-Delta – erleben Sie die grandiose Flusslandschaft im Norden Botswanas

27.05.2014 |  Von  |  Afrika, Alle Länder
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Okavango-Delta – erleben Sie die grandiose Flusslandschaft im Norden Botswanas
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Im grössten Binnendelta der Welt trifft die trockene Kalahari-Wüste auf den Okavango, einen der grössten Flüsse Afrikas. Das Ergebnis ist ein spektakuläres Naturwunder von über 16’000 Quadratkilometern, bestehend aus Sümpfen, Lagunen und einer einzigartigen Tierwelt.

Mit einer Länge von rund 1700 Kilometern ist der Okavango der viertgrösste Fluss des afrikanischen Kontinents. Er entspringt im angolanischen Hochland und fliesst nicht ins Meer, sondern endet in der sumpfigen Landschaft des Deltas. Eine einmalige Region aus verzweigenden Wasserlabyrinthen und zahlreichen Nebenarmen ist hier entstanden. Die Landschaft dient mehr als 700 Tierarten als Lebensraum. Besonders der Vogelreichtum der Region ist gigantisch. Zudem sind hier rund 1300 Pflanzenarten heimisch.





Tierwelt des Okavango-Deltas hautnah erleben. (Bild: Cojharries, Wikimedia, CC)

Tierwelt des Okavango-Deltas hautnah erleben. (Bild: Cojharries, Wikimedia, CC)




Als Eingangstor ins Okavango-Delta gilt das im Norden Botswanas gelegene Städtchen Maun. Von hier aus reisen Sie als Individualreisender mit dem Jeep in die riesige Flusslandschaft oder lassen sich mit dem Kleinflugzeug in eine der komfortablen Unterkünfte transportieren. Das Delta liegt etwa 100 Kilometer vom Ort entfernt. Zum Teil sind die Pisten sehr schwer befahrbar, planen Sie ausreichend Zeit ein! Wenn Sie vom Norden aus anreisen, bietet sich das Örtchen Kasane als Startpunkt Ihres Trips an.

Wer seine Reise individuell plant, findet in der Flusslandschaft zahlreiche Campingplätze. Achtung: Reservieren Sie Ihren Platz unbedingt vorher! Gerade während der Regenzeit sind einige Unterkünfte geschlossen. Einen Rundflug über das Gebiet sollten Sie sich keinesfalls entgehen lassen, denn der Anblick der galoppierenden Tierherden ist einfach einzigartig! Beobachten Sie grosse Büffelherden, Nashörner an Wasserstellen oder erleben Sie Löwen in ihrem Lebensraum, die grandiosen Bilder werden Sie begeistern!





Büffelherde im südlichen Okavango-Delta (Bild: Ian Restall, Wikimedia)

Büffelherde im südlichen Okavango-Delta (Bild: Ian Restall, Wikimedia)

In Kasane und vor allem in Maun haben sich zahlreiche Veranstalter auf Touren in die weltweit einmalige Flusslandschaft spezialisiert. Wer sich nicht auf eigene Faust in das Dickicht wagen möchte, schliesst sich einer geführten Tour an.

Das Naturparadies erforschen Sie mit einem Einbaum, einem sogenannten Mokoro, der von einem einheimischen Poler durch die engen Sümpfe gestakt wird. Nur den schmalen Einbaumbooten gelingt es, tief in das Dickicht der Lagunen und Sümpfe vorzudringen. Am besten verbinden Sie die Einbaumfahrt, bei der Ihnen durchaus ein Krokodil begegnen kann, mit einem von Führern begleiteten Bushwalk.

Im Okavango-Delta mit Mokoro unterwegs (Bild: StephenM, Wikimedia)

Im Okavango-Delta mit Mokoro unterwegs (Bild: StephenM, Wikimedia)

Das Schutzgebiet des Moremi-Wildreservates nimmt etwa ein Drittel des Okavango-Deltas ein und ist rund 4900 Quadratkilometer gross. Das Reservat soll vor allem die Wildbestände schützen und ist das älteste des Landes. Der Name leitet sich vom ehemaligen Batawana-Häuptling Moremi ab, dessen Witwe das Schutzgebiet im Jahr 1963 gründete.



Hier wechseln sich riesige Seerosenflächen mit dichten Mopane-Wäldern ab – als Besucher erleben Sie wirklich ein einmaliges Schauspiel! Auf Ihrem Ausflug werden Ihnen vermutlich die berühmten „Big Five“ des Kontinents begegnen – vergessen Sie Ihre Kamera nicht! Vielleicht haben Sie Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe oder Leopard direkt vor der Linse!

Vor allem die ständig wechselnden Wasserstände sorgen für eine bunte Artenvielfalt. Das Okavango-Delta bietet von schattigen Wäldern über feuchte Sümpfe bis hin zu trockenen Halbwüsten wechselhafte Lebensräume für unterschiedliche Tiere. Doch nicht nur Tiere fühlen sich in der Region wohl: Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe e. V. leben in dem Gebiet etwa 50’000 Menschen. Als Einkommensquelle dienen vor allem die Fischerei sowie der stetig anwachsende Tourismus.

Geplant ist, das Okavango-Delta auf der Sitzung des Welterbe-Komitees der UNESCO im Jahr 2014 in den Status des Welterbes aufzunehmen und so die einzigartige Binnenlandschaft zu schützen. Naturschützer haben sich in den letzten Jahren sehr für eine Aufnahme des Deltas eingesetzt. Gefahr droht der Landschaft vor allem von den umliegenden Diamantenminen, die zum Abbau der Edelsteine Wasser benötigen, das sie dem Okavango entnehmen.

Afrikanische Antilope Letschwe im Okavango-Delta (Bild: PanBK, Wikimedia, GNU)

Afrikanische Antilope Letschwe im Okavango-Delta (Bild: PanBK, Wikimedia, GNU)

Als beste Reisezeit bieten sich die Monate zwischen Mai und Oktober an. Oftmals machen hohe Wasserstände in den anderen Monaten den Touren einen Strich durch die Rechnung und die Pisten sind wegen Überflutung geschlossen. Wenn Sie bei Ihrer Reise vor allem Tiere beobachten möchten, sollten Sie einen Termin kurz nach der Regenzeit wählen. Dann hält sich eine bunte Vielfalt an den Wasserstellen auf. Begeben Sie sich auf eigene Faust auf eine Erkundung des Deltas, sollten Sie sich vor Fahrtantritt über den Zustand der Pisten informieren.



Innerhalb der begehrten Reisezeit liegen die Temperaturen im Delta bei erträglichen 25 Grad Celsius. Zudem beugt die Trockenheit dem Risiko einer Malaria vor. In der Regenzeit herrscht feuchtschwüle Luft, in der sich Stechmücken besonders wohlfühlen. Nach Angaben der Ostschweizer Infostelle für Reisemedizin OSIR besteht in den Monaten November bis Juni ein erhöhtes Malariarisiko.

Grundsätzlich sollten Sie sich durch langärmlige helle Kleidung vor Mückenstichen schützen und auf unbedeckte Körperstellen einen Mückenschutz auftragen. Schlafen Sie nur mit einem Moskitonetz. Ob eine Malariaprophylaxe vor Antritt der Reise erforderlich ist, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt abklären.

Experten empfehlen zusätzlich eine Impfung gegen Hepatitis A, Risikopersonen sollten sich auch gegen Hepatitis B schützen. Durch verunreinigtes Essen und Wasser kann Typhus übertragen werden, empfehlenswert ist eine Schluckimpfung etwa drei Wochen vor Antritt der Reise. Im Zusammenhang mit der Reise sollten Sie Ihren Impfschutz prüfen: Besteht noch Schutz gegen Diphterie, Tetanus und Keuchhusten sowie Polio?

 

Oberstes Bild: Okavango-Delta – die grandiose Flusslandschaft im Norden Botswanas. (© Justin Hall, Wikimedia, CC)

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Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Mit meiner Familie erkunde ich in den Ferien fremde Metropolen oder lasse bei einem Badeurlaub einfach die Seele baumeln. Seit ich klein bin, sind Bücher meine große Leidenschaft, wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich immer mit einem guten Buch anzutreffen. Mich fasziniert alles, was mit Kreativität zu tun hat: Von Acrylbildern, über Glasmalerei bis hin zu Loombands habe ich schon vieles ausprobiert.


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