Kleine Weltstadt Zürich, Teil 4: Züricher Bunker – auf das Beste hoffen und auf das Schlimmste vorbereitet sein

05.01.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa, Schweiz  |  3 Kommentare
Kleine Weltstadt Zürich, Teil 4: Züricher Bunker – auf das Beste hoffen und auf das Schlimmste vorbereitet sein
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In Zürich erholen sich nicht nur die Seele, sondern auch die Augen. Im Unterschied zu vielen europäischen Städten wurde Zürich von Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg, während dessen die Schweiz seine berühmte bewaffnete Neutralität bewahrte, verschont. Die historische Innenstadt mit ihren malerischen Häusern und engen verträumten Gassen ist weitestgehend erhalten geblieben. 

Obwohl die Stadt sehr friedlich zu sein scheint, ist sie bestens für jede Art Gefahr gerüstet. Unter dem Platz Lindenhof befand sich früher eine römische Festungsanlage. Genau hier ist 1747 ein Grabstein aus 2. Jahrhundert n. Chr. entdeckt worden, auf dem zum ersten Mal der römische Name Turicum, heute Zürich, erwähnt wurde. Auf dem Platz Lindenhof finden zahlreiche Veranstaltungen und Feste statt, und unter dem Platz befindet sich ein riesiger Bunker für den Fall der Atomgefahr.

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Kleine Weltstadt Zürich, Teil 3: Badespass mitten in der Stadt

03.01.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa, Schweiz  | 
Kleine Weltstadt Zürich, Teil 3: Badespass mitten in der Stadt
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Es gibt viele Städte, die am Wasser gebaut sind. Jedoch sind die städtischen Gewässer normalerweise eher eine trübe Angelegenheit. Höchstens wird ihnen eine dekorative Funktion zugestanden, ein „du darfst noch“, das die Hightech-Zivilisation der Natur demonstrativ zuruft, um ihr ein paar kleine Flecken inmitten der immer grösser werdenden Kruste aus dem grauen Asphalt  grosszügig frei zu lassen. Die Limmatmetropole scheint aber ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Fortschritt und Naturverbundenheit gefunden zu haben. In Zürich ist die Natur immer gleich vor der Tür. Um das zu spüren, reicht ein Sprung in die Limmat oder den Zürichsee – eine Erfahrung, die keiner weiten Reise bedarf, denn viele Bäder befinden sich mitten in der Stadt.

Natürlich können die Züricher ihre Händli, Häärli unf Füessli nicht in einem Freibad feucht machen. Nein, in Zürich heissen sie liebevoll Badis. Niedlich, schnuckelig und nachvollziehbar. Wenn man die Kinder und Jugendliche beobachtet, wie sie einfach von Brücken in die Limmat springen und sich durch die Stadt treiben lassen, dann versteht man schon das Kosewort, mit welchem Züricher ihre Bäder bezeichnen. Badis machen es möglich, dass die kindliche Freude am Baden eigentlich nie aufhört, und sind ein verbindendes Glied zwischen Kindheit und erwachsenem Leben.

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Zypern – die geteilte Mittelmeerinsel

03.01.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Zypern – die geteilte Mittelmeerinsel
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Urlaub auf Zypern – das bedeutet für die meisten Besucher ein Bade- oder auch Partyurlaub an den Traumstränden Griechisch-Zyperns. Die zweigeteilte Mittelmeerinsel bietet aber auch einen Einblick in die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Nachbarländer Türkei und Griechenland, die Zypern als doppelten Staat charakterisieren.

Bereits seit 1974 ist die drittgrösste Mittelmeerinsel geteilt in einen türkischen und einen griechischen Staat, von denen die Türkischen Republik Nordzypern bis heute nur von der Türkei selbst anerkannt wird. Die Trennungslinie verläuft mitten durch die zyprische Hauptstadt Nikosia und verleiht der 280.000-Einwohner-Stadt eine ungewöhnliche Atmosphäre, die an das einstmals geteilte Berlin erinnert.

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Kleine Weltstadt Zürich, Teil 2: Warum Ausländer die Limmatstadt lieben

02.01.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa, Schweiz  | 
Kleine Weltstadt Zürich, Teil 2: Warum Ausländer die Limmatstadt lieben
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Seit Jahren belegt Zürich die Spitzenplätze in der Liste der Städte mit höchster Lebensqualität weltweit und gleichzeitig ist es eine der teuersten Städte der Welt. Von aussen her scheint es ziemlich kontrovers. Doch wenn man einmal in Zürich ist, wird schon nach einem kurzen Aufenthalt klar: Hohe Lebensführungskosten tun zwar weh (besonders die Mieten, auweia), aber es gibt hier so viele Extras, Angebote und Hot-Spots zum Null-Tarif, dass man alles andere mit geschlossenen Augen in Kauf nimmt.  

Genau diesen städtischen „Sonderleistungen“ verdankt Zürich seinen hohen Platz in der Rangliste der Beratungsfirma „Mercer“, die die Lebensqualität in verschiedensten Städten in der ganzen Welt analysiert. Diese Klassifizierung wird natürlich nicht aus Liebe zu brotloser Kunst gemacht. Die Ergebnisse der Studie benutzen Firmen und staatliche Organisationen als einen Anhaltspunkt für die Festlegung der Gehälter der Mitarbeiter, die ins Ausland entsendet werden.

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Die Ostfriesischen Inseln – jedem Urlauber seine Insel

02.01.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Die Ostfriesischen Inseln – jedem Urlauber seine Insel
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Sieben Inseln, aufgereiht entlang der deutschen Nordseeküste: Die Ostfriesischen Inseln faszinieren mit ihrer Abgeschiedenheit, kilometerlangen Stränden und viel Natur. Vom lebhaften Norderney bis zum Kinderparadies Langeoog, vom autofreien Juist bis zum traditionsreichen Borkum besticht jede Insel mit ihrem ganz eigenen, unverwechselbaren Charakter.

Die Ostfriesischen Inseln reihen sich über eine Länge von rund 90 km von der Jade bis zur Emsmündung und liegen dabei mitten in einer der ursprünglichsten Landschaften Europas, dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Über 10 Millionen Brutvögel finden sich alljährlich im Wattenmeer ein, während Seehunde, Brandgänse und die regionstypischen Wattwürmer das ganze Jahr über die Sandbänke und Wasserläufe bevölkern. Geführte Wattwanderungen werden auf Norderney, Langeoog, Baltrum und Spiekeroog angeboten und bieten einen Einblick in den faszinierenden Lebensraum Niedersächsisches Wattenmeer.

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Kleine Weltstadt Zürich, Teil 1: Wo der Bus immer pünktlich kommt

31.12.2013 |  Von  |  Alle Länder, Europa, Schweiz  | 
Kleine Weltstadt Zürich, Teil 1: Wo der Bus immer pünktlich kommt
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Bis zum Jahre 2008 galt Zürich als die Stadt mit der höchsten Lebensqualität weltweit. 2009 ist die kleine Weltstadt von der österreichischen Hauptstadt Wien überholt worden und rangiert seitdem an der zweiten Stelle, was eigentlich auch gar nicht übel ist.  Wie ist es dem wirtschaftlichen Zentrum der Schweiz gelungen, zu einem der attraktivsten Wohnorte und Reiseziele zu werden?

Seit 2004 betreibt der US-amerikanische Internet-Riese Google sein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Zürich. Da der alte Standort in Zürich-Enge den Suchdienstlern sehr bildhaft zu eng geworden ist, werden sie neue Räumlichkeiten im Hürlimann-Areal beziehen. Nach Plänen von Google werden hier mehr als anderthalbtausend Mitarbeiter stationiert. Somit wird Zürich zum grössten Google-Standort ausserhalb der Heimatstadt Mountain View in Kalifornien.

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Besuch in der Schreibstube Europas: mittelalterliche Klosterstadt St. Gallen

30.12.2013 |  Von  |  Alle Länder, Ausflugsziele CH, Europa, Schweiz  | 
Besuch in der Schreibstube Europas: mittelalterliche Klosterstadt St. Gallen
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Schon im Mittelalter war die alte Klosterstadt St. Gallen weit über die Grenzen der Schweiz hinaus als Schreibstube Europas bekannt. Künste und Wissenschaft wurden im St. Gallener Kloster bereits früh gepflegt, und das reiche kulturelle und architektonische Erbe der Stadt ist auch im modernen St. Gallen noch überall präsent.

St. Gallen ist der Hauptort des gleichnamigen Kantons und bildet das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Ostschweiz. Mit seinen rund 70.000 Einwohnern ist St. Gallen zwar keine Weltstadt, dafür aber reich an historischen und kulturellen Schätzen, die der historischen Altstadt einen ganz eigenen Charme verleihen. Beim Bummel durch die mittelalterlichen Gassen und entlang der alten Kaufmannshäuser vergisst der Besucher leicht einmal, dass das malerische St. Gallen heute auch einer der bedeutendsten Wirtschaftsstandorte der Schweiz ist.

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Weihnachtswelt: Bei allen vorbei, bei uns vor der Tür oder Weihnachten auf Russisch

27.12.2013 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Weihnachtswelt: Bei allen vorbei, bei uns vor der Tür oder Weihnachten auf Russisch
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Während das weihnachtliche Prozedere im Westen relativ einheitlich und überschaubar ist, sind die winterlichen Feiertage in Russland ein buntes Mischmasch aus alten und neuen Traditionen. So verschmolzen im Laufe der Jahrhunderte die alten heidnischen, später die orthodoxen, dann die durch die sowjetische Herrschaft mutierten und letztendlich die neuen, durch die westliche Kultur entstandenen Bräuche zu einer bunten Collage der Neujahrsfeiertage, wie man diese Zeit auf Russisch oft nennt.

Wer Ende des Jahres in Russland unterwegs ist, wird auf jeden Fall im Verstehen russischer Mentalität entweder viel weiter oder komplett durcheinander kommen. Zum einen. Zum anderen werden die russischen Feiertage für die aktiven Mitmacher zu einer schweren Belastungsprobe sowohl für den Magen als auch für die Leber.

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Rom – Caput Mundi

27.12.2013 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Rom – Caput Mundi
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Rom nimmt unter den europäischen Hauptstädten einen besonderen Platz ein. Nirgendwo sonst vermischen sich Bauten und Zeugnisse einer grossen Vergangenheit so harmonisch und selbstverständlich mit dem pulsierenden Leben der Gegenwart. Der Wechsel von Aufstieg und Niedergang, Sieg und Niederlage, Glanz und Schatten wird hier an vielen Stellen besonders bewusst.

Seit über zweitausend Jahren bildet Rom ein „Haupt der Welt“ (lateinisch: „Caput Mundi“), zuerst als Kapitale des Römischen Weltreichs, später als Mittelpunkt der katholischen Christenheit. Dies hat die Stadt am Tiber geprägt und macht einen Besuch so faszinierend.

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Weihnachtswelt: Millionen unter dem Weihnachtsbaum oder Weihnachten auf Spanisch geht weiter

25.12.2013 |  Von  |  Alle Länder, Europa  |  1 Kommentar
Weihnachtswelt: Millionen unter dem Weihnachtsbaum oder Weihnachten auf Spanisch geht weiter
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In vielen Orten Spaniens wird ungestüm gefeiert, noch bevor die weihnachtlichen Tische gedeckt sind. Denn am Vormittag des 22. Dezembers findet die traditionelle Sonderziehung der spanischen Weihnachtslotterie statt. Diejenigen, die nichts gewonnen haben, sind aber spätestens am 24. Dezember bester Stimmung. Es beginnt der zweiwöchige Festessen-Marathon: Es ist weit verbreitet, für diese Zeit Urlaub zu nehmen, und in vielen Firmen macht man sogar Betriebsferien. Beinahe jeden Tag findet ein ausgiebiges Essen im Kreise der Familie oder Freunde statt. Man geniesst eine phantastisch gemütliche und fröhliche Zeit, leider spannt die Hose schon nach wenigen Tagen des guten Lebens.

Aber erst kommt die Weihnachtslotterie. So leicht zu verstehen ist sie nicht, und am Anfang kann man den Zustand der allgemeinen Aufregung nur schwierig nachvollziehen. Und doch ist die Lotterie schon seit zwei Jahrhunderten ein unentbehrlicher Teil der spanischen Weihnachtszeit. Die erste Ziehung fand im Jahr 1812 statt, und die Lotterieregeln haben sich seitdem nur unwesentlich verändert.

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