Duftende Versuchung: Die Hanbury Botanical Gardens bei Ventimiglia

04.03.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Ist das etwa Grace Kelly auf der Terrasse der Villa Hanbury? Ja und nein. Es ist Oktober 2012, und Nicole Kidman geniesst als Grace Kelly alias Fürstin Gracia Patricia von Monaco den Blick über Kap Mortola – am Set eines Films („Grace of Monaco“), der Mai 2014 ins Kino kommt. Auch privat zeigte sich die Filmdiva angetan, und postete bei Facebook: „Die Aussicht von der Villa Hanbury in Ventimiglia ist atemberaubend. Nic xx.“

Die gleiche Naturbegeisterung war es, die eine englische Familie inspirierte, nahe Ventimiglia einen botanischen Garten zu schaffen. Der Traum: Pflanzen aller Klimazonen der Erde in bevorzugter Lage und dem milden Klima der Blumenriviera zu akklimatisieren. Dem Engagement von Botanikern, Agronomen und Landschaftsgärtnern gelang ein sowohl botanisch als auch landschaftlich überwältigendes Ensemble von 5800 Arten schmückender Blühpflanzen, Heilkräuter und Früchte. Eine europaweit einmalige Harmonie von Architektur, Gartenkonzept und Terrassenanlagen.

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Einsiedeln im Kanton Schwyz: Immer eine Reise wert

03.03.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa, Schweiz  | 
Ein Name, der neugierig macht! Einsiedeln im Kanton Schwyz bietet ein vielfältiges Angebot, von Wandererlebnissen und Wintersport über das berühmte Kloster bis hin zu kulturellen Ereignissen. Die Geschichte der kleinen Ortschaft reicht zurück bis in die frühgeschichtlichen Epochen der Steinzeit und Bronzezeit.

Zahlreiche Funde legen darüber Zeugnis ab, dass das Hochtal bereits damals schon von nomadisierenden Jägern besucht wurde. Eine Ansiedlung zu dieser Zeit war jedoch nicht feststellbar. Dies geschah erst im Jahr 835, als sich der Benediktinermönch Meinrad hierher zurückzog, um ein Leben in der Einsamkeit zu führen.

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Schlösser über dem Wasser

03.03.2014 |  Von  |  Alle Länder, Allgemein, Europa  | 
Seen, Flüsse und Meere spiegeln die Silhouetten dieser majestätischen Bauten wieder und zeigen flüchtige, kapriziöse Bilder auf der Wasseroberfläche, während das Widergespiegelte schon seit Jahrhunderten besteht. Wasserschlösser Europas wurden, als ob darüber eine geheime Absprache getroffen wäre, an den allerschönsten, geschichtsträchtigsten und idyllischsten Plätzen errichtet.

Die Gründe für die Wahl dieser Bauart waren aber natürlich keineswegs die Bewunderung der nachfolgenden Generationen, sondern ganz pragmatischer Natur: Ein Wasserschloss, oder korrekter gesagt Niederungsburg,  umgeben von natürlichen Gewässern, besass in kriegerischen Auseinandersetzungen immer eine Reihe strategischer Vorteile. Der Feind konnte sich aus verständlichen Gründen dem Schloss nur mit grossen Schwierigkeiten nähern. Die Zugbrücke, die die Burg normalerweise mit dem Festland verband, konnte im Notfall leicht hochgezogen werden. Die Verteidiger hatten unter allen Umständen Zugang zum Trinkwasser.

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Im Wasserlabyrinth des Spreewaldes

03.03.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Der Spreewald ist ein einzigartiger Naturraum in Deutschland und befindet sich südöstlich von Berlin. Weithin bekannt ist die Region für seine schmackhaften Gurken in vielerlei Variationen, aber der Spreewald hat noch viel mehr zu bieten.

Denn nur wenige Kilometer westlich von Cottbus teilt sich die Spree urplötzlich wie aus dem Nichts in Hunderte von Wasserläufen auf und bildet eine einmalige Landschaft. Nicht umsonst wird der Spreewald, der für zahlreiche geschützte Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum bildet, als UNESCO Biosphärenreservat besonders geschützt.

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Die englische Küche ist die beste der Welt: Kulinarische Überraschungstipps für Englandreisende

03.03.2014 |  Von  |  Europa, Grossbritannien  |  1 Kommentar
Der Ruf der englischen Küche hat in den letzten Jahrzehnten sehr gelitten – nicht ganz zu Unrecht. Dabei war England einst, vor „gerade mal“ vier- bis fünfhundert Jahren, europaweit für seine inspirierende Kombinationen aus lokal angebauten und über den Channel importierten Zutaten berühmt.

Leider hat die England in ästhetischer Hinsicht insgesamt hart zusetzende industrielle Revolution dieser gastronomischen Kultur ein jähes und gründliches Ende bereitet. Lange Zeit waren Fish&Chips und das berühmte englische Frühstück die einzigen nennenswerten Delikatessen, die den meisten Menschen in Zusammenhang mit der Insel einfielen.

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Der Gran Chaco: Besuch in einem der letzten unberührten Trockenwälder

02.03.2014 |  Von  |  Alle Länder, Südamerika  | 
Im Herzen von Südamerika erstreckt sich eine aussergewöhnliche Naturlandschaft, die über Ländergrenzen hinweg eine ganz eigene Identität aufweist: der Gran Chaco, einer der grössten Trockenwälder der Welt und das zweitgrösste Ökosystem in Südamerika nach dem Amazonas. Der Chaco umfasst Teile von Argentinien, Paraguay und Bolivien sowie zu einem geringen Anteil von Brasilien.

Mit seinem mässig feuchten bis sehr trockenen Klima hat der Chaco im Laufe der Jahrtausende eine ganz spezielle Flora und Fauna entwickelt, und die Region beheimatet heute neben Jaguaren, Pumas und Tapiren auch weltweit einmalige Arten wie das Chaco-Pekari, eine Wildschwein-Art, die vor nicht allzu langer Zeit nur von Fossilienfunden bekannt war.

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Gran Canaria – Ein aussergewöhnliches Inseljuwel

01.03.2014 |  Von  |  Alle Länder, Atlantik  | 
Gran Canaria ist nach Teneriffa und Fuerteventura die drittgrösste Insel der Kanaren und hat eine Fläche von etwa 1560 Quadratkilometern. Die Insel ist fast kreisrund und befindet sich etwa in der Mitte des Archipels und ist wie alle kanarischen Inseln vulkanischen Ursprungs. Aufgrund des milden Klimas ist Gran Canaria ein ganzjährig beliebtes Reiseziel und hat weit mehr als nur die Strände von Playa del Inglés oder Maspalomas zu bieten.

Ein ganz besonderes Naturschutzgebiet

In den beiden Touristenhochburgen, zu denen sich auch noch Meloneras, Puerto de Mógan, Bahía Feliz, Puerto Rico oder San Agustín gesellen, fehlt es an nichts, was für einen Pauschalurlauber wichtig ist. Die Infrastruktur in diesen Orten ist komplett auf Touristen eingestellt und bietet vergleichsweise wenig Authentisches.

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Heidelberg, Teil 2 – Wandern in der Natur und Erleben von Kultur

28.02.2014 |  Von  |  Europa  | 
Die Altstadt Heidelbergs lädt nicht nur zu gemütlichen Spaziergängen und ertragreichen Shoppingtouren ein. Vielmehr gibt es hier und auch im Heidelberg ausserhalb der Altstadt diverse Möglichkeiten, seine Freizeit zu gestalten, sei es bei Wanderungen in der Natur, beim Besuch eines Museums oder beim Beiwohnen einer von zahlreichen kulturellen Veranstaltungen.

Überquert man die berühmte alte Brücke von der Altstadt aus, so findet man sich im Heidelberger Stadtteil Neuenheim wieder. Von hier kann man in den gepflasterten Schlangenweg einbiegen, der sich, wie der Name schon andeutet, ein Stück weit den Heiligenberg hinauf windet. Nach einem nicht allzu langen Aufstieg, bei dem man an verschiedenen Aussichtspunkten auf einer Bank den Blick auf Neckar, Altstadt und Schlossruine geniessen kann, erreicht man der Philosophenweg.

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Sizilien, Teil 7: Unterwegs in Catania im Schatten des Ätna

28.02.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Wie alle Städte im Val di Noto ist Catania einer Reise wert, die Jahreszeit und die Länge des Aufenthalts spielen keine Rolle – langweilig wird es nie. Catania ist die zweitgrösste Stadt Siziliens und eine weitere Perle der Weltkulturerbe-Kette von UNESCO. Ausserdem ist Catania ein guter Ort, um die Reise durch Sizilien zu starten oder zu beenden, denn hier befindet sich einer der drei Flughäfen Siziliens.

Sehr viele Fluggesellschaften bieten günstige Flugverbindungen nach Catania an, es ist also ein sehr bequemes und unproblematisches Reiseziel. Der Flughafen von Catania ist ziemlich klein und überschaubar, aber bitte alle die nach dem Mietwagenbüro suchen und es nicht ausfindig machen können – nicht verzweifeln! Unlogisch aber wahr – es befindet sich dem Flughafen gegenüber in einem kleinen Häuschen ohne jegliche Beschriftung oder Aushängeschild. Hier eine kleine Bemerkung am Rande: Das Auto von Zuhause aus auszuleihen ist wesentlich günstiger als es vor Ort zu machen. Also, wie immer gilt  – Reise gut planen!

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Sizilien, Teil 6: Die Schätze von Taormina

28.02.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Man schrieb das 4. Jahrhundert vor Christus, als die griechischen Aussiedler, die auf ihren Reisen Sizilien erreichten, sich von dem milden Klima und der ausgezeichneten strategischen Lage am Fusse des Berges Tauros begeistern liessen und hier ihre neue Kolonie gründeten. Die Siedlung wurde als Naxos getauft, in Erinnerung an die griechische Kykladeninsel Naxos, die später jedoch den griechischen Namen Tauromenion, in lateinischer Variante Tauromenium, bekam.   

Die Aussichten auf das Meer und auf den gefürchteten Ätna waren – genau wie sie heute immer noch sind – atemberaubend. Dank seiner geschützten natürlichen Lage und problemloser Versorgung mit Süsswasser konnte Taormina feindlichen Angriffe und Belagerungen erfolgreich Widerstand leisten. Aber aus genau den gleichen Gründen war sie ein begehrtes Objekt jedes Feldherrn. Griechen, Römer, Sarazenen, Byzantiner, Normannen herrschten über die Stadt, sich abwechselnd und das Gesicht der Stadt prägend.

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